Wacker Nordhausen: Klubführung bröckelt auseinander

Nico Kleofas ist nicht mehr Präsident des FSV Wacker. Foto: Imago

Beim insolventen FSV Wacker Nordhausen gehen leichte Risse durch die Klubführung. Vor wenigen Tagen zog sich Präsidiumsmitglied Uwe Rollfinke zurück, jetzt ist auch für Präsident Nico Kleofas Schluss.

Nico Kleofas ist nicht mehr Präsident des FSV Wacker. Foto: Imago

Auf der Webseite des FSV Wacker erklärte der Präsident in exakt einem Satz, dass er sich „mit sofortiger Wirkung“ zurücktrete.

Man darf annehmen, dass dieser Entschluss etwas zu tun hat mit der Lage des Klubs. Nachdem Nordhausen im Winter zugeben musste, finanziell völlig überschuldet zu sein und Insolvenz anmelden zu müssen, blieb beim Klub kaum ein Stein auf dem anderen.

Spieler wie Jan Löhmannsröben duften den Klub verlassen, im Februar wurden dann auch Strafanzeigen gegen Kleofas öffentlich – es ging um Vorwürfe des Betrugs und Urkundenfälschung.

Zuletzt eskalierte die Lage beim Klub. Nach Rollfinke Rücktritt wurden Rücktrittsforderungen aus dem Fanumfeld laut, am Montag stellte sich das Landeskriminalamt vor – Hausdurchsuchung. Der wichtigste Geldgeber des Klubs, Unternehmer Carlo Knauf, bestreitet die Existenz einer Bürgschaft. Wurde da eine Unterschrift gefälscht? Kleofas bestritt die Vorwürfe.

Nun fordern einige Mitglieder eine baldige Mitgliederversammlung, um einen „Neuanfang“ zu machen. Der scheint angesichts des Chaos im Klub auch notwendig.

Mit 12 Millionen Euro Verbindlichkeiten stand die Spielbetriebs-GmbH am Ende in der Kreide. Wegen des Insolvenzverfahrens kassierte Nordhausen bereits einen Abzug von neun Punkten. Mit 28 Punkten war Wacker aber auch nicht in echter Abstiegsgefahr.

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