Norddeutscher Fußball-Verband: Zweigleisige Regionalliga Nord ist denkbar

Bald wieder in der Regionalliga Nord? Der FC Oberneuland soll aufsteigen dürfen. Foto: Imago

Ende Juni hat der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) einen außerordentlichen Verbandstag angesetzt. Es gilt nach dem bisherigen Meinungsbild als sicher, dass die Regionalliga Nord 2019/2020 abgebrochen wird. Stattdessen wird schon die neue Saison geplant – vielleicht mit zwei Staffeln.

Artikelbild: Bald wieder in der Regionalliga Nord? Der FC Oberneuland soll aufsteigen dürfen. Foto: Imago

Die Eckdaten sind soweit klar: Das Meinungsbild von Klubs und NFV-Präsidium ist deutlich. Die Regionalliga-Saison 2019/2020 kann im Norden zu den Akten gelegt werden. Als Aufsteiger wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der VfB Lübeck in die 3. Liga entsandt.

Absteiger aus der Regionalliga Nord soll es nicht geben, dafür aber Aufsteiger aus den Oberligen. Nach Lage der Dinge wären der FC Oberneuland (Bremen-Liga), SV Atlas Delmenhorst (OL Niedersachsen), 1. FC Phönix Lübeck (OL Schleswig-Holstein), VfV Hildesheim (Niedersachsen) und Teutonia Ottensen (OL Hamburg). In Hamburg wäre eigentlich der TuS Dassendorf souveräner Meister geworden, aber der Klub hatte schon frühzeitig einen Aufstieg ausgeschlossen.

Abzüglich des VfB Lübeck würden demnach 22 Teams in der neuen Regionalliga Nord spielen. Aber 42 Spiele sind vielleicht etwas viel… Das ahnt auch der NFV und regt daher in einem Entwurf verschiedene Lösungen an.

Eine denkbare Variante wäre dies: Es wird nur eine einfache Runde gespielt. Jeder Klub spielt nur einmal gegen jeden Gegner. Dann könnten sich zusätzlich Play-Offs oder Entscheidungsspiele für Auf- oder Abstieg anschließen.

Vielleicht sogar verlockender wäre eine zweigleisige Regionalliga. Die könnte dann zwei Staffeln mit jeweils 11 Klubs vorhalten. Beispielsweise eine für die Region Bremen, eine für die Region Hamburg. Der Vorteil: Insgesamt kürzere Wege, mehr lokale Duelle.

Zweiteilung oder Aufstockung? Was wäre besser?

Der NFV weist darauf hin, dass spätestens zur Saison 2023/2024 wieder in der gewohnten Form zu spielen sein sollte – bis dahin müssen die Amateurspielklassen samt Regionalliga stückweise wieder auf ihre „Sollstaffelgröße“ gebracht werden.

Damit für die kommende Saison – gleich in welcher Form – geplant werden kann, sollen jetzt alternative Rahmenterminpläne erarbeitet werden, so der NFV.

Aufsteiger unter Druck

Dass die veränderte Situation die potenziellen Aufsteiger unter Druck setzen wird, liegt auf der Hand. Aber in der „Kreiszeitung“ gab es aus Delmenhorst und Oberneuland schon einmal positive Signale. „Wir brauchen jetzt viele Sponsoren, Freunde und Partner, um das alles finanziell zu stemmen. Das ist in diesen Corona-Zeiten noch schwieriger geworden, aber wir sind grundsätzlich immer positiv eingestellt“, so FCO-Trainer Kristian Arambasic.

Auch Delmenhorsts Sportvorstand Bastian Fuhrken plant bereits für die Regionalliga.

Alles in allem stehen ein paar spannende Entscheidungen an, wenn der NFC am 27. Juni zum Verbandstag bittet. Aber alle Zeichen stehen auf „Grün“ für eine veränderte Liga in der kommenden Saison.

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