Nils Drube über den Saisonstart gegen Münster: „Musste lachen“

Die Fußballwelt ist klein. Wenn die Regionalliga West am 4. September in die neue Spielzeit startet, trifft Nils Drube direkt auf seinen früheren Klub. Ein charmantes Wiedersehen zum Start. „Ich musste schon lachen“, sagt Drube mit Blick auf die Auftaktpartie.

Nils Drube beim Training in Rödinghausen. Foto: Imago Images

Das Startprogramm führt Rödinghausen nach dem Spiel gegen Münster zu Mönchengladbach II, dann kommt Oberhausen, Schalke II, Wegberg-Beeck, dann Bergisch-Gladbach. Das alles binnen 22 Tagen. „Wie erwartet knackig“, sagt Drube über den Spielplan.

Der neue Trainer des SVR erwartet eine stärkere oder anspruchsvollere Liga als im Vorjahr. „Ich vermute, dass es mehr als drei Teams gibt, die oben mitspielen wollen. Und das ist super. Je mehr Qualität, desto besser.“ Man müsse dann stets ans Limit geht.

Seit kurzer Zeit ist der SV Rödinghausen, Regionalliga-Meister von 2020, wieder im Training. 20 Spieler stehen unter Vertrag, davon 2 Torhüter. „Drei sollen noch kommen“, sagt Drube. Der Kader wird nicht sonderlich groß sein, der langen Saison zum Trotz. „Das ist auch ganz bewusst so gedacht.“ Es sei jetzt die Klubphilosophie, Spieler auch zu entwickeln. Das bedeutet eben auch, jenen Spielern Einsatzzeiten zu geben, die sie in anderen Klubs vielleicht nicht in dieser Form erhalten würde. Die 3. Liga bleibt dem zuletzt so erfolgreichen Klub aus eigenem Willen verschlossen. Stattdessen geht es in Rödinghausen darum, eine starke Regionalliga-Mannschaft zu sein und Sprungbrett für Spieler zu werden.

Klar ist, dass diese kommende Saison alle vor Herausforderungen stellen wird. „Die Belastungssteuerung muss extrem gut sein“, so Drube. „Aber das kenne ich aus meiner Zeit in Leverkusen, als wir neben der Liga auch die Youth League gespielt haben.“ Man werde sehr gut steuern müssen und viel rotieren. „Da kannst du aber auch schnell in einen Flow kommen. Es gibt doch nichts Schöneres, als endlich wieder Pflichtspiele zu bestreiten.“ Es sei schon ein unglaublich gutes Gefühl gewesen, nach monatelanger Pause wieder auf dem Trainingsplatz zu stehen.

Mit dem aktuellen Kader des SVR ist Drube „hochzufrieden“. Gemeinsam mit Geschäftsführer Alexander Müller hatte Drube zahllose Spielergespräche geführt. „Wir haben genau gefiltert: Wer hat klare Ziele? Wer ist motiviert, passt gut zum Team? Welche Hierarchie haben wir? Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden, von jedem einzelnem Spieler.“

Ob das beim ersten Liga-Gegner Preußen Münster auch so sein wird. Stand Montag (27. Juli) hatte der Ex-Klub noch keinen einzigen Spieler verpflichtet. Kommentieren will Drube die Lage beim SCP nicht. Er sagt nur: „Es sind genug Leute mit Qualität im Verein, die ein gutes Team zusammenstellen können.“

Und ob der SC Preußen nun am ersten Spieltag schon eingespielt sein wird, wischt Drube mit einem einfachen Verweis weg. „Am ersten Spieltag wird noch kein Verein wissen, wo man steht.“ Da dürfte etwas dran sein.

Gegnersuche schwierig

Dass die Vorbereitung auf die neue Saison nicht ganz einfach ist, liegt auf der Hand. Testspielgegner zu finden, ist schwer. Ohne ständige Corona-Tests kann Rödinghausen nicht ohne weiteres gegen Drittligisten oder Bundesligisten antreten. Im anstehenden Trainingslager in den Niederlanden darf kein heimischer Klub Gegner sein – auch dort gelten „Kontaktbeschränkungen“. Unter diesen Umständen adäquate Gegner zu finden, kann anstrengend sein.

Apropos Kontaktbeschränkungen. Für die neue Saison hat Drube einen Wunsch, den er wohl mit allen teil. „Es wäre schön, wenn es wieder ein paar Zuschauer geben könnte.“ Allerdings wäre es dabei auch gut, wenn es eine zumindest grundsätzliche Einheitlichkeit gäbe. Darauf warten aber wohl alle.

Auch deswegen: „Erst einmal müssen wir dankbar sein, dass wir überhaupt wieder auf dem Platz stehen.“

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