Insolvenz! Wacker Nordhausen tritt 2020/2021 nicht an

Der finanziell angeschlagene FSV Wacker Nordhausen wird von seinen Verbindlichkeiten eingeholt und hat beim Amtsgericht eine Insolvenz angezeigt.

Das teilte der Klub am Donnerstagabend mit. Der Klub müsse „leider mitteilen“, dass man in der Saison 2020/2021 nicht antreten könne. Weitere Informationen über die Zukunft des Klubs werde man dann später bekanntgeben.

Bei der „Sichtung erster Unterlagen war dieser Schritt unumgänglich“, heißt es. Nordhausen hatte schon im Winter Alarm geschlagen. Einige Leistungsträger verließen daraufhin schon im Winter den Klub. Die kurz danach folgende Spielpause durch Corona dürfte dann auch schädlich gewesen sein.

Gerade erst vor wenigen Tagen war auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein neues Präsidium angetreten. „Wir sind ein junges, neues und dynamisches Team. Wir werden alles dafür tun, diese Krise gemeinsam zu überstehen“ so der neue Präsident Torsten Klaus. Der erste Kassensturz brachte offensichtlich nur schlechte Nachrichten.

Erst wenige Tage zuvor hatte der bisherige Präsident Kleofas sein Amt niedergelegt. Da waren schon Forderungen von über 660.000 Euro bekannt. Seit April seien zudem die Spielergehälter und Sozialabgaben nicht mehr gezahlt worden.

Im Winter war die Rede von rund 12 Millionen Euro Verbindlichkeiten, neun Punkte Abzug wegen der Anmeldung eines Insolvenzverfahrens waren die Folge. Über Kleofas gab es Vorwürfe von Urkundenfälschung und nicht existierenden Bürgschaften. Chaos pur in Nordhausen – und alles nur wegen der teuren Mannschaft, die mit aller Macht in die 3. Liga gewuchtet werden sollte.

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