FC Viktoria 1889 Berlin möchte Regionalliga-Saison abbrechen, aber nicht annullieren

Rocco Teichmann (Sportdirektor Viktoria Berlin). Foto: Imago

Zur Debatte um die Fortsetzung der Regionalliga Nordost meldet sich auch der FC Viktoria 1889 zu Wort. Der Klub plädiert für einen Saisonabbruch, aber eben keine Annullierung. Es müsse möglich sein, nach zwei Dritteln der Saison sportliche Entscheidungen zu treffen.

Artikelbild: Rocco Teichmann, Sportdirektor. Foto: Imago

Der FC Viktoria 1889 bekräftigte am Mittwoch, dass er hinter den Maßnahmen der Bundesregierung stehe. „Die Gesundheit hat oberste Priorität“, so Präsident Ulrich Brüggemann in einer Mitteilung. Mit Blick auf die Regionalliga-Saison befürchte er aber, dass jede Entscheidung der Verbände juristische Folgen hätte. Daher sei wichtig, eine „möglichst faire und für die Klubs nachvollziehbare Lösung“ zu präsentieren.

Und Berlin hat auch eine Idee, wie die aussehen könnte – wenig überraschend ein Weg, den auch viele andere Klubs schon vorgezeichnet haben: Abbruch der Saison, keine Absteiger, dafür aber ein Aufstiegsrecht für sportlich qualifizierte Teams. Dafür müssten dann die Spielklassen für die kommende Saison aufgestockt werden. Die Logik dahinter: „Wir sind der Ansicht, dass die Vereine nicht für eine Situation bestraft werden dürfen, in die sie unverschuldet hineingeraten sind“, so Sportdirektor Rocco Teichmann (Foto). Das alles sei sicher nicht leicht umzusetzen.

Grundsätzlich ablehnendend steht Viktoria Berlin einer Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinauus gegenüber. Teichmann: „Es bringt nichts, im September oder Oktober an die derzeit unterbrochene Saison anzuknüpfen.“ Das sei Wettbewerbsverzerrung. Zumal ja auch noch viele offene Fragen in Sachen Verträge zu klären wären.

Viktoria spricht deutlich über eine Perspektive, die den Klubs jetzt geboten werden müsste. Es müsse ein klarer Schnitt her, heißt es. Aber es sei eben auch wichtig, sich jetzt neu aufzustellen für einen Tag, an dem der Fußball wieder stattfinden kann. Viktoria will den Fokus lieber auf die Saison 2020/2021 richten.

Dazu braucht es aber langsam Entscheidungen der Verbände.

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