FC Memmingen startet am 1. August ins Training

Es geht wieder los. Nach monatelanger Pause startet der FC Memmingen ab dem 1. August wieder ins Training. Fünf Wochen später startet die „Restsaison“ 2019/2020, die dann an die Stelle der eigentlich geplanten Saison 2020/2021 tritt – ein ziemlich einzigartiges Vorgehen.

Bis zu den gemeinsamen Einheiten in Memmingen seie die Spieler aber nicht untätig, sondern trainierten individuell auf freiwilliger Basis zuhause oder in erlaubtem Rahmen vor Ort, teilt der FCM mit. In den vergangenen Wochen waren schon Probespieler in Sichtungseinheiten von Cheftrainer Esad Kahric und seinem Assistenten Candy Decker unter die Lupe genommen worden.

Der Bayerische Fußballverband (BFV) ist nach „informellen Kontakten“ mit der Politik zuversichtlich, dass bei der Bekanntgabe der nächsten Lockerungen am kommenden Dienstag auch der Amateurfußball berücksichtigt wird. Im Gespräch ist, dass ab August Testspiele auch in Bayern wieder erlaubt werden – vermutlich aber noch ohne Zuschauer. Auch muss es nächste Woche eigentlich ein deutliches Signal für den Re-Start der Punktspiele im September geben, sonst wäre die ganze Vorbereitung im August mit dem ganzen organisatorischen und finanziellen Aufwand Makulatur. Der FCM hat vorsorglich bereits Testspieltermine gegen die Bayernligisten TSV Kottern (8 August), TSV Landsberg (15. August) und TSV Schwabmünchen (29. August) sowie den Südwest-Regionalligisten VfR Aalen (22. August) vereinbart, um nicht ohne Gegner dazustehen, wenn es wieder losgeht.

Der BFV hat zudem für die Regionalliga weitergehende Beschlüsse gefasst, die sich auch auf den FC Memmingen auswirken. Nachdem Türkgücü München als Drittliga-Aufsteiger gemeldet wurde und auch die Lizenz erhalten hat, wurde der Verein aus der Wertung genommen und die entsprechenden Spiele annulliert – so wie es die Statuen vorsehen. Memmingen klettert damit in der Tabelle auf den ersten Relegationsplatz. Den nunmehr einzigen festen Abstiegsplatz belegt der VfR Garching. Nachdem Türkgücü aus der Regionalliga gefallen ist, hat dies auch Auswirkungen auf den DFB-Pokalstartplatz 2020/2021, der über die Liga an das beste Amateurteam vergeben wird. Dies wird nun wohl als neuer Spitzenreiter der FC Schweinfurt sein, wobei hier die Platzierung zum Zeitpunkt der noch nicht feststehenden Meldefrist entscheidend ist.

DFB-Pokal

Der DFB-Pokalstartplatz für die übernächste Saison 2021/202 wird dann im neuen Liga-Pokal ausgespielt. In der Restsaison der Regionalliga geht es um die Ermittlung eines Festabsteigers und der zwei Abstiegsreleganten sowie den Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga. Es wird aber nicht automatisch der Tabellenerste sein, sondern es ist angedacht, dass der „Meister“ nach den Punktspielen in einer Art Play-Offs mit den Teams auf den Plätze eins bis vier ermittelt wird. Mit diesen Regelunge und dem neuen Tabellenbild verspricht die Liga noch einmal richtig interessant zu werden.

Noch heißt es die politischen Entscheidungen und in der Folge den Spielplan abzuwarten. Der Re-Start wird für den FC Memmingen zunächst mit dem Liga-Pokal und Spielen gegen den FV Illertissen und TSV Rain erfolgen. Ab Ende September stehen sechs Regionalliga-Spieltage an. Die Nachholbegegnung gegen den VfR Garching könnte vorgelagert werden. Anschließend folgt noch vor der Winterpause die Fortsetzung des Liga-Pokals.

Auf alle bayerischen Mannschaften bis zur untersten Klasse wirkt sich eine „Amnestie“ des Verbandes auf Rot-Sperren aus. Die noch laufenden Sperren bis zu drei Spielen verfallen, höhere Strafen müssen auch nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch abgebrummt werden.

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