Einigkeit in Bayern bröckelt: FC Memmingen verweist auf „raueren Ton“

Die Memminger Arena. Foto: Thomas Mirtsch (Quelle Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Mittlerweile haben fast alle Regionalligen in Deutschland mehr oder weniger die Entscheidung getroffen, die Saison vorzeitig zu beenden. Nur Bayern, Heimat des DFB-Funktionärs Rainer Koch, war zuletzt noch stramm auf Kurs „Saisonfortsetzung“. Doch diese Haltung bröckelt und der FC Memmingen beklagt viele Unsicherheiten. Einige davon fasste der Klub in Worte…

Die Memminger Arena. Foto: Thomas Mirtsch (Quelle Wikipedia, CC BY-SA 3.0)

In einer Mitteilung vom Donnerstag stellt der FC Memmingen sieben Fragen – und liefert Einschätzungen und Antworten gleich mit. Und direkt eingangs stellt der Klub fest, dass die Solidarität der Clubs in Bayern untereinander, aber auch das Verhältnis zum Bayerischen Fußballverband (BFV) angekratzt ist. Der Ton sei „rauer“ geworden, so FCM-Vorsitzender Armin Buchmann.

Zuletzt hatte die SpVgg Bayreuth in öffentlichen Aussagen darauf verwiesen, dass mittlerweile zwölf Klubs aus Bayern für einen Saisonabbruch seien, Memmingen sei der letzte Klub, der auf eine Saisonfortsetzung plädiere. Was der Klub weder bestätigt noch dementiert.

Der Klub betont allerdings, dass er im Abbruchs-Fall mit der Lösung „Aufsteiger, aber keine Absteiger“ leben könnte. Keine Überraschung: Memmingen ist Vorletzter und würde davon profitieren. Der FCM lässt offen, in welcher Form man gegen eine Regelung MIT Absteigern vorgehen würde. Schließlich habe man im Winter noch Spieler nachverpflichtet, um dem Abstieg zu entgehen.

In seiner Mitteilung verweist Memmingen erneut auf die grundlegenden Themen, die in der Debatte noch immer nicht vollends geklärt wurden: Geisterspiele sind kein Thema und die Hygienekonzepte wie bei den Profis nicht umsetzbar.

In Sachen Aufsteiger bleibt der FCM pragmatisch: Tabellenführer Türkgücü München solle dann auch aufsteigen dürfen, obschon der Klub selbst jüngst mehrfach über einen Verzicht Andeutungen verbreitet hatte.

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