DFB-Bundestag: Regionalligen bestimmen Drittliga-Aufsteiger – keine Teilung der 3. Liga

DFB 3. Liga Logo. Foto: Schulte

Diese Abstimmung hatten die Top-Klubs der Regionalliga mit Spannung erwartet: Am Montag beschloss der Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Fortsetzung der 3. Liga. Zugleich lehnte der Bundestag den Antrag aus dem Saarland ab, die 3. Liga schon zur kommenden Saison aufzustocken und zu teilen.

Es bleibt bei der eingleisigen 3. Liga. Mit einer Mehrheit von 92,4 Prozent lehnte der Bundestag den Antrag des Saarländischen Fußball-Verbandes ab. Dessen Vertreter Adrian Zöhler hatte noch geworben, man müsse angesichts der Ausnahmesituation auch mal „quer denken“. Und es sei nicht verständlich, warum auch eine kurzfristige Zweiteilung der 3. Liga nicht möglich sei.

Für den Ausschuss 3. Liga im DFB hatte der Vorsitzende Tom Eilers dringend dafür geworben, das Produkt 3. Liga nicht zu schwächen. „Hier stellt ein Teil des DFB die höchste Spielklasse in Frage“, so Eilers. „Ich kann nur darum bitten, diese hervorragende Liga nicht zu schwächen. Und wenn wir sie aufblähen, wird sie schlechter werden.“

Dieser Einschätzung folgten die Delegierten mit klarer Mehrheit. Das bedeutet, dass es bei der bisherigen Form bleibt. Am Ende der Saison 2019/2020 werden vier Klubs in die 3. Liga aufsteigen können. Hoffnungen von Top-Klubs aus den fünf Regionalligen, vielleicht doch „hintenrum“ aufsteigen zu können, wurden beendet.

Beschlossen wurde auch dies: Wer denn nun aus den Regionalligen aufsteigen darf, soll jeweils der zuständige Regionalverband beziehungsweise Rechtsträger der jeweiligen Staffel selbst entscheiden, so der DFB. Jeder Verband darf seine/n Aufsteiger dem DFB melden, der dies dann nur noch zur Kenntnis nimmt. Wie das nun im Einzelfall gelöst wird, können die Verbände selbst entscheiden.

In den meisten Verbänden wird eine Quotientenregel bevorzugt, die dann den Aufsteiger bestimmt. Bereits klar scheint, dass der VfB Lübeck aufsteigt, weil der dort zuständige Norddeutsche Fußballverband NFV das bereits angekündigt hat. Auch Saarbrücken dürfte wohl hochrücken, während es in anderen Ligen noch gewisse Unklarheiten gibt. Im Westen würde der SC Verl vorne liegen, hat aber noch gar keine Zulassung (wegen infrastruktureller Mängel). Auch wurde in NRW noch nicht über einen Antrag entschieden, nachdem RW Essen, RW Oberhausen und Verl eine Art Aufstiegsrunde spielen sollten.

Auch Lok Leipzig sucht im Nordosten nach einem drittligatauglichen Stadion.

Der DFB-Spielausschuss kann nach dem Beschluss des DFB-Bundestages bei entsprechender Notwendigkeit beschließen, dass die Aufstiegsspiele in einem neutralen Stadion mit Hin- und Rückspiel oder nur als einfaches Entscheidungsspiel durchgeführt werden, heißt es zudem. „Diese Möglichkeit wurde im übergeordneten Sinne des Wettbewerbs zur Durchführung des Spielbetriebs geschaffen, insbesondere zur Gewährleistung und Durchsetzung hygienischer Standards im Zuge der Pandemie-Bekämpfung.“

Sollten die Aufstiegsspiele aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nicht rechtzeitig ausgetragen werden können, würde der DFB-Vorstand über die Folgen entscheiden.

Der DFB-Bundestag umfasst 262 Delegierte inklusive Präsidium. Vertreten sind alle Landesverbände in Deutschland. Beim Bundestag am Montag waren 238 Delegierte vertreten.

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