3. Liga: RW Essen will Aufstiegsrunde

Das Stadion Essen. Foto: Imago

RW Essen kämpft angesichts des drohenden Saisonabbruchs der Regionalliga West weiter um einen möglichen Drittliga-Aufstieg. Jetzt liegt auch ein Vorschlag des RWE vor.

Eigentlich ist die Sache klar: 16 von 18 Regionalligisten im Westen haben sich für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. RW Essen war dagegen.

Der wichtigste Grund dürfte auf der Hand liegen: Essen hofft auf den Aufstieg und die Rückkehr in den Profifußball. Nach 12 Jahren in der Viertklassigkeit soll 2020 endlich das Jahr der Rückkehr werden. Und RWE bringt in dieser Saison alles mit – so nah waren die Rot-Weißen selten in den vergangenen Jahren.

Wenn da nicht Corona wäre. Auf Platz 3 der Regionalliga muss Essen derzeit zuschauen, was aus der Saison wird und ob der Sportclub Verl am Ende über einen Aufstieg jubeln darf. Käme es so, würde sich der Klub von der Hafenstraße zu Recht als Härtefall verstehen, denn die Tabelle ist eng. Zwei Punkte trennen Verl und Essen in der aktuell stillgelegten Tabelle. Allerdings hat Essen auch schon zwei Partien mehr.

Spitzenspiel fand nicht statt

Allerdings hätte der 30. Spieltag das Top-Duell bereitgehalten: Verl gegen Essen. Wer weiß, wie sich das alles entwickelt hätte, wenn… Und wegen eben jener Ungewissheit fordert RWE nun eine andere Lösung als die eines automatischen Aufstiegsrechts für den Sportclub.

Folgerichtig hat Essen nun einen Vorschlag unterbreitet, wie zumindest das Aufstiegsrennen halbwegs sportlich zu klären wäre. Es sieht eine Aufstiegsrunde aus drei Teams vor. Neben Essen und Verl soll auch RW Oberhausen einbezogen werden. Mit 46 Punkten hängt das Team zwar schon etwas hinterher, aber käme allemal im Titelkampf noch in Frage. Platz 4 ist dagegen satte elf Punkte entfernt.

Also: Die Ideen ist, dass RW Essen ein Halbfinalspiel gegen RW Oberhausen austrägt. Der Gewinner trifft im Aufstiegs-Endspiel auf den SC Verl, der angesichts der Tabellenlage direkt qualifiziert ist für dieses Endspiel. Der Gewinner würde, logisch, in die 3. Liga aufsteigen dürfen.

Neutrale Stadien, keine Zuschauer

Mit Blick auf eine Chancengleichheit soll ein neutrales Stadion für beide Partien gewählt werden, so der Vorschlag des RWE. Zuschauer würden natürlich nicht zugelassen – das geht nur mit Geisterspielen.

RWE-Vorstand hält das für die fairste Lösung. „Es darf in der aktuellen Situation nicht das Ziel sein, sich die Entscheidung möglichst einfach zu machen. Das Bestreben des Verbandes muss die Sicherstellung eines fairen sportlichen Wettkampfes sein. Nur weil uns die Coronakrise zu Einschränkungen zwingt, kann das nicht dazu führen, dass wir diesen Leitgedanken der Fairness vollständig aufgeben.“

Ein kleines Problem dürfte derzeit noch die unklare Liga in der 3. Liga selbst sein. Zwar deuten die jüngsten Entwicklungen und Aussagen auf eine Fortsetzung der 3. Liga ab Ende Mai hin. Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen und damit eben auch nicht die Frage beantwortet, in welcher Form die 3. Liga in der kommenden Saison spielen soll.

Erst auf dem Verbandstag am 25. Mai könnten dazu endgültige Entscheidungen getroffen werden.

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